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Eine alte Frau auf dem SUP

 

Für diesen Sommer gab es kein Projekt, keine geplanten Reisen, nur den Vorsatz, meinen Garten und mein Haus üppig zu bepflanzen.
Mittlerweile blüht und grünt es um mein Haus wie noch nie zuvor.

Ganz ohne Reisen hielt ich es nicht aus, und so besuchte ich meine Kinder und Freundinnen in Deutschland. Und so langsam ging der Sommer zu Ende.

Noch in Berlin bestellte ich mir ein Standup-Paddle-Board (SUP), damit ich nach meiner Heimkehr die letzten Sommertage über den Grundlsee sausen kann. Zum ersten Mal gesehen habe ich diese eigenartige Sportart 2019 am Genfer See. Ich wollte es sogleich mit einem Leihboard ausprobieren, aber als Pilgerin musste ich sparen, und so verschob ich diesen Wunsch auf später.

 

Später ist jetzt!

Nachdem ich das Brett zwei Tage als Kajak genutzt habe, schaffte ich es am dritten Tag, im Stehen zu paddeln. Das macht richtig glücklich.

 

Gestern habe ich meine Kartoffeln geerntet, heute pflege ich meinen Mukelkater und den Sonnenbrand. Ab morgen hat die Ausstellung "AKT" in Graz Priorität.

Und wenn der Sommer noch eine Weile bleibt, bin ich ab nächster Woche wieder mit dem Board am See.

Eine Freundin sagte gestern zu mir: "Ah, ich verstehe, Stand-up-paddeln ist jetzt das neue Pilgern!"

 

 


Pilgerin auf dem Jakobsweg

 

Ich bin seit April 2018 in Pension und nutze die Zeit regelmässig, um von Tauplitz, Österreich bis Finis Terre in Spanien zu pilgern, jedes Jahr ein Stück. Ein Vier-Jahres-Projekt.
Es gibt mir unendlich viel, mich auf diesem wunderbaren Weg mit Gott und der Natur zu verbinden. Beobachten und reden. Schweigen. Empfinden.Ohne Eile und voller Lebensfreude, neugierig auf alles, was mir begegnet.


Ich bin sicher, dass alles, was ich auf dieser Reise erlebe/erfahre, sich in meinen nächsten Projekten einfügen und meine Herangehensweise an die künstlerischen Tätigkeiten stark beeinflussen wird.

Nachdem ich 2020/21 pausiert habe, habe ich im Juni 2022 meine Wanderung ab Le Puy fortgesetzt und kam diesmal bis St. Jean Pied de Port. - 2023 ging ich von Hendaye den Camino del Norte, musste jedoch nach 9 Tagen wegen einer Fußverletzung abbrechen. Ich bin bis Laredo gekommen. Im Juli 2025 pilgerte ich von Laredo nach Santiago und Finis Terre. Ein wunderbares Gefühl, es endlich geschafft zu haben! Ultreïa, ultreïa et suseia, Deus, adjuva nos!